Gemeinde Alerheim

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern

Haushalt 2012

E-Mail Drucken PDF

In seiner Sitzung am 17. Januar 2012 hat der Gemeinderat der Gemeinde Alerheim die Haushaltssatzung und den Haushaltsplan für das Jahr 2012 einstimmig genehmigt. Zum vierten Mal in Folge gelingt es die vielfältigen Investitionen ohne Neuverschuldung anzugehen und dadurch die Verschuldung zum Jahresende auf einen Betrag von ca. 720.000 € zu reduzieren.

Durch die Verschiebungen bei einigen Ausgaben im Jahr 2011 und Mehreinnahmen im Bereich der Gewerbesteuer sind die Rücklagen der Gemeinde trotz erforderlicher Haushaltsüberschreitungen beim Straßenunterhalt und Unterhalt der Fahrzeuge auf einen Betrag von rund 685.000 € angestiegen. Auf diese kann im Haushaltsjahr 2012 zurückgegriffen werden und somit eine Verschuldung vermieden werden.

Bei den Einnahmen muss die Gemeinde durch die gestiegene Steuer- und Umlagekraft einen empfindlichen Rückgang bei den Schlüsselzuweisungen hinnehmen. Während Alerheim im Jahr 2011 noch 396.000 € vom Freistaat erhalten hatte, können im Jahr 2012 nur noch 251.000 € eingeplant werden. Dagegen erhöht sich der Einkommenssteueranteil von 482.000 € auf 555.000 €.

Bei den gemeindeeigenen Steuern bleibt die Grundsteuer A mit 62.000 € in etwa gleich, während bei der Grundsteuer B mit 127.500 € ein leichter Rückgang zu verzeichnen ist (6.000 €). Für die Gewerbesteuer, die im vergangenen Jahr mit 600.000 € eine neue Rekordhöhe erreicht hat, wurde mit 350.000 € ein vorsichtig optimistischer Ansatz gewählt.

Als größte Einzelausgabe schlägt die Kreisumlage zu Buche, die trotz eines gleichbleibenden Umlagesatzes von 416.000 € auf 533.000 € ansteigen wird, da die Umlagekraft pro Einwohner in Alerheim stark gestiegen ist. Für das Jahr 2013 kann schon heute vorhergesagt werden, dass sich Steuerkraft und Umlagekraft weiter verbessern werden und daher mit einem weiteren Anstieg der Kreisumlage und einem weiteren Rückgang der Schlüsselzuweisungen zu rechnen sein wird.

Im Verwaltungshaushalt ist die zweite Stelle für einen Vollzeitmitarbeiter im Bauhof berücksichtigt und auch bei den Unterhaltskosten für Straßen, Wirtschaftswege und Wasserläufe wurden die Ansätze mindestens beibehalten. Daneben sind vor allem aufgrund der gestiegenen Energiekosten teilweise Ansätze erhöht worden.

Im Vermögenshaushalt stellt der Bau der Kinderkrippe, also der zweite Bauabschnitt für den neuen Kindergarten die größte Einzelinvestition dar.Hierfür sind Ausgaben von 696.000 € vorgesehen, allerdings auch staatliche Zuschüsse in Höhe von 563.000 €. Die Gemeinde hat ihren Anteil an den Gesamtkosten von ca. 1,6 Mio € mit einer Beteiligung von 650.000 € im Jahr 2011 bereits zum größten Teil erbracht und ist daher nun im Jahr 2012 nur noch bei der Vorfinanzierung von staatlichen Zuschüssen in der Pflicht.

Der Ausbau der Stiegelgasse in Wörnitzostheim war bereits im letzten Haushaltsjahr finanziell vorgesehen und wird nun im Jahr 2012 über die Bühne gehen. Dank der günstigen Ausschreibungsergebnisse, die sogar weit unter der Kostenschätzung des Ingenieurbüros liegen, sind für die Gemeinde hier nur Kosten von ca. 200.000 € im Straßenbau und 30.000 € im Bereich der Kanalerneuerung zu stemmen. Vom Amt für Ländliche Entwicklung ist ein Zuschuss von 100.000 € für den Straßenbau eingeplant.

Nachdem es für die bisherige Kleinkläranlage für den Weiler Schloss Alerheim keine Betriebserlaubnis mehr gibt, musste auch hier nach einer Lösung gesucht werden. Der Anschluss der Haushalte von Schloss Alerheim an das Kanalnetz des Ortes Alerheim und damit an die Kläranlage Mittlere Wörnitz wird ca. 120.000 € kosten. Auch hierfür ist ein Zuschuss von 70 % eingeplant. Zusätzlich müssen auch die Anwohner über Verbesserungsbeiträge ihren Anteil an den Kosten übernehmen, so dass die Maßnahme für die Gemeinde nur zu einer geringen Haushaltsbelastung führen wird.

EIn wichtiges Anliegen ist dem Gemeinderat die bessere Breitbandversorgung der Ortsteile. Diese soll im Jahr 2012 ebenfalls sichergestellt werden. Die Firma RiesSoft Multimedia GmbH hat heirfür den Auftrag erhalten und soll für einen Betrag von 116.000 € die Orte Bühl, Rudelstetten und Wörnitzostheim erschließen. Auch für diese Maßnahme sind Fördergelder von 81.000 € zu erwarten, somit ergeben sich für die Gemeinde Nettokosten in Höhe von 35.000 €.

Als kleinere Maßnahmen sind die Kostenbeteiligung an der Asphaltierung des Recyclinghofes und die Pflasterung eines Teilbereichs des Gehwegs an der Hauptstraße in Alerheim vorgesehen und auch 10.000 € für die Verwendung zur Verbesserung der Infrastruktur für Kinder und Jugendliche eingeplant.

Durch die gute Situation der Rücklagen wurde auch die weitere Verbesserung der Erschließung im Baugebiet "westlich der Schule" in Alerheim möglich. Hier soll im Jahr 2012 nun für einen Betrag von ca. 270.000 € sowohl der Straßenbau vorangetrieben werden, als auch der Verbindungsweg zum Kindergarten und der Schule inklusive der Straßenbeleuchtung weitestgehend fertig gestellt werden.

Zum Jahresende 2011 musste leider der Schlepper der Gemeinde für eine Summe von mehr als 17.000 € repariert werden. Nun sollen im Jahr 2012 Angebote für die Beschaffung eines neuen Kommunalschleppers eingeholt werden. Bei einem aktuellen Wiederverkaufswert des bisherigen Fahrzeugs von ca. 30.000 € sollten die im Haushalt vorgesehenen 70.000 € für den Kauf ausreichen.

Um das Sanierungskonzept für die Ortskanalisationen voranzutreiben, sollen auch im Jahr 2012 weitere Kamerabefahrungen erfolgen. Für die Befahrung in den Orten Bühl und Wörnitzostheim sind im Haushalt 2012 30.000 € eingeplant.

Trotz der vielen geplanten Maßnahmen wird sich die Verschuldung bis zum Jahresende um weitere 80.000 € reduzieren und damit den tiefsten Stand in den letzten 15 Jahren erreichen.